NÄCHSTE MEDITATION 6. November 2016 16:30 in BERN und ZÜRICH
 
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Kalama Sutta

Alle Menschen auf der ganzen Welt sind in der gleichen Situation wie die Leute aus Kalama von der indischen Provinz Kesaputtanigama, während der Zeit des Buddha. Durch ihre Ortschaft kamen viele religiöse Lehrer. Jeder dieser Lehrer lehrte, dass seine Lehren die einzig wahren sind, und dass alle anderen, vor und nach ihm falsch sind. Die Kalamas konnten sich nicht entscheiden, welchen Lehren sie folgen und akzeptieren sollten. Eines Tages kam Lord Buddha nach Kalama und die Kalamas erzählten Lord Buddha von ihrem Problem, nicht zu wissen, welchen Lehren sie folgen uns akzeptieren sollten. Lord Buddha lehrte die Kalamas, nichts sofort zu glauben oder zu akzeptieren, sondern erst aus verschiedenen Perspektiven zu untersuchen und beobachten. Lord Buddha gab zehn grundlegende Anweisungen, die man beachten sollte, um nicht Sklave von irgendwelchen Intellektuellen zu werden, nicht einmal von Lord Buddha selbst.

  1. Ma anussavena: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil etwas schon lange im Umlauf ist und seit Jahren so gehandhabt wird.
  2. Ma paramparaya: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil es von Leuten aus Tradition praktiziert wird. Die Menschen neigen zu imitieren, was sie von anderen sehen und geben diese Angewohnheiten weiter an andere.
  3. Ma itikiraya: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil Berichte und Neuigkeiten sich in der Ortschaft und auf der ganzen Welt ausbreiten. Nur Dummköpfe sind empfänglich für solche Gerüchte, weil sie sich weigern ihre Intelligenz zu trainieren.
  4. Ma pitakasampadanena: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil etwas in der Tripitaka zitiert ist. Pitaka wurde benutzt für die Buddhistischen Schriften. Lehren, die durch Erinnerungen mündlich weitergegeben wurden, können konditioniert sein. Sie können kreiert, verbessert oder geändert worden sein. Die verschiedenen Schulen im Buddhismus haben ihre eigenen Grundregeln, wobei es zu Diskrepanzen kommt.
  5. Ma takkahetu: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil etwas als richtig erscheint aufgrund von Logik. Logik kann falsch sein wenn Daten oder Methoden falsch sind.
  6. Ma nayahetu: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil etwas „naya“, d.h. deduktiv oder induktiv begründet ist. Naya bedeutet Philosophie und ist nicht das höchste Wissen, genannt „panna“. Es ist nur ein Punkt der Ansicht, lediglich ein Zweig von Gedanken basierend auf Zusammenfassungen und Hypothesen. Es kann falsch sein, wenn die Wahl der Grundlage der Zusammenfassung unangebracht ist.
  7. Ma akaraparivitakkena: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil etwas verstandesmässig richtig erscheint, und das Urteil auf Gedanken eigener Tendenzen beruht. Prahlerische Philosophen benutzen häufig diese Methode um clever zu erscheinen.
  8. Ma ditthinijjhanakkhantiya: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil etwas unseren vorgefassten Meinungen oder Theorien entspricht. Persönliche Ansichten können falsch sein, oder die Methoden von Experimenten und Vergleichen können unkorrekt sein, was nicht zur endgültigen Wahrheit führt.
  9. Ma bhabbarupataya: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil der Sprecher glaubwürdig erscheint. Äussere Erscheinung und inneres Wissen können nie identisch sein. Man kann oft Redner beobachten, die kreditwürdig erscheinen, aber nichts Korrektes oder dummes Zeug von sich geben.
  10. Ma samano no garu ti: man soll nicht glauben oder akzeptieren, nur weil der Samana oder Prediger unser Lehrer ist. Lord Buddhas Grund für diese wichtige Aussage ist der, dass niemand der intellektuelle Sklave von irgendjemandem sein soll, nicht einmal von Buddha selbst.
© Elsbeth Maurer, 2008. All rights reserved.
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