Wiedergeburt
Da es kein permanentes unveränderliches Selbst gibt, lehnt der Buddhismus die Existenz einer ewigen Seele ab, die von Leben zu Leben wandert. Gemäss dem Buddhismus ist es der Geist oder das Bewusstsein, durch das die einzelnen Leben verknüpft werden.
In einem scheinbaren Paradoxon ist ein 70 Jahre alter Mensch weder derselbe noch auch ein anderer Mensch als der, der er mit 20 Jahren war. Der Unterschied wie auch die Ähnlichkeit zwischen beiden ist sowohl physischer als auch mentaler Natur. Ebenso sind das Bewusstsein und der Geist des Menschen, der von einem Leben zum nächsten "wiedergeboren" wird, weder verschieden noch auch derselbe des vorhergehenden Lebens, sondern gleichen eher Bildern in einem Film. Die Kontinuität entsteht, indem sich eines an das andere reiht.
So ist z.B. die Flamme einer Kerze, die man verwendet um eine zweite Kerze anzuzünden, weder dieselbe Flamme, wie die der zweiten, noch auch verschieden von der ersten Kerze. Die Flamme der zweiten Kerze ist bedingt durch die erste und entstammt ihr.
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